ÜBERWINTERN VON SCHIFFEN

Die Segelsaison 2016 ist bereits zu Ende – das bedeutet, dass sich viele saisonal genutzte Wasserfahrzeuge noch im Winterschlaf befinden und nur darauf wieder geweckt zu werden und in See stechen zu dürfen.
Bei der Einlagerung sind drei verschiedene Arten bekannt: Überwintern im Wasser, an Land im Freien und die sicherste Methode: das Lagern in einer Halle.

Das Überwintern im Wasser ist zwar die kostengünstigste Alternative, stellt aber auch jederzeit gewissen Risiken dar, wie zum Beispiel Diebstahl. Des Weiteren wird hier das Material am meisten beansprucht. Es kann schnell zu Frostschäden kommen. Das Wasser müsste ständig in Bewegung sein, damit es nicht zufriert. Winterfeste Liegeplätze sind rar. Ein Belassen des Bootes im Wasser ist nur zu empfehlen, wenn es auch über die Wintermonate hinweg genutzt werden soll. 

Ebenfalls relativ kostengünstig ist die Lagerung an Land im Freien, gegeben falls auf einem Trailer mit abmontierten Rädern. Auch in diesem Fall hier ist das Boot den Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee und Kälte ausgesetzt. Ein Freilager sollte in jedem Fall eingezäunt, beleuchtet und am besten auch bewacht sein.

Den besten Schutz vor Witterungseinflüssen und ebenso einen hohen Diebstahlschutz bietet die Lagerung in einer Halle, die aber meist recht kostspielig ist. Dazu kommt, dass in diesem Fall in den Wintermonaten am Schiff gearbeitet werden kann.

Die Finn Flyer 36 der Hotquito-Crew wurde bereits Anfang November eingewintert. Dabei wurde das Schiff vom Heimathafen in Kiel-Schilksee über den Nord-Ostsee-Kanal zur Rader Insel bei Rendsburg zur Werft gebracht.

Die meisten Arbeiten führen die Mädels der Crew selbständig aus wie, zum Beispiel das Abschleifen des Rumpfes. Alte Schichten Anti-Fouling werden abgetragen, um eine neue und glatte Schicht auftragen zu können. Das muss meistens jedes zweite Jahr gemacht werden, um den Rumpf vor Bewuchs im Wasser zu schützen. Die perfekt ebenmäßige Fläche ist immens wichtig, um die optimale Geschwindigkeit des Schiffes gewährleisten zu können. An Deck werden alle Beschläge überprüft. Die Winschen werden gereinigt und neu eingefettet. Tauwerk wird ausgetauscht. Viele gesammelte Ideen zum Tuning an Bord werden umgesetzt. Bei größeren Umbauten oder Änderungen ist auch schon mal die Hilfe eines Bootsbauers nötig. Die Winterarbeit und das Vorbereiten auf die neue Saison gehören zum Segeln dazu und schweißen Team und Schiff noch mehr zusammen.

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