INTERVIEW MIT JULIAN STÜCKL

Der 24-jährige Starnberger, der im Gaastra Flagship Store in Hamburg als Aushilfe arbeitet, erzählt im Kurzinterview, warum der Wassersport ihn so sehr fasziniert. Mit seinem Verein ist er sogar mehrfacher Deutscher Meister geworden.

 

Hallo Julian! Danke, dass Du dir Zeit nimmst, um uns ein paar Fragen für unser Blog zu beantworten. Du lebst in Hamburg und studierst hier – hat Dich die Hansestadt am Wasser zum Segelsport gebracht? Seit wann segelst Du?

Julian: Tatsächlich habe ich mich für Hamburg als Studienort entschieden, da ich im Leistungssport aktiv war. Durch meinen Vater bin ich zum Segeln gekommen, und da ich meine komplette Kindheit im Segelclub verbracht habe, war ich schon von früh auf davon begeistert. Begonnen habe ich mit 7 Jahren im Opti, und seit ich 13 bin, verbringe ich meine komplette Freizeit nur beim Segeln. Mit 15 Jahren bin ich in den 420er umgestiegen und nach dem Abitur in den olympischen 470er. 

Was sind die wichtigsten Qualitäten eines Steuermanns an Bord?

Julian: Zum einen sollte man auf seine Crew Ruhe und Souveränität ausstrahlen, um ihr Rückhalt zu geben und zum anderen sollte man das Boot zu jedem Zeitpunkt des Rennens fest im Griff haben und so schnell wie möglich über den Parcour zu steuern.

Was fasziniert Dich am Segelsport?

Julian: Es ist eine sehr facettenreiche und anspruchsvolle Sportart. Trimm, Manöver, Handling, Wind, Wellen, Strömung… und das ist nur ein Bruchteil von dem, was man beherrschen muss, um erfolgreich zu sein.

Wieso bist Du bei einem Verein, der seinen Sitz in Tutzing hat und nicht z.B. bei einem Hamburger Segelverein?

Julian: Vor 14 Jahren habe ich dort angefangen zu segeln und der Verein hat mich auf meinem Weg immer unterstützt. Deswegen möchte ich etwas zurück geben in dem ich Erfolge in dem Namen des Vereins ersegle. Aber ich wurde auch bisher noch von keinem Hamburger Verein gefragt, ob ich ihn vertreten möchte ;)

Mit Deinem Verein Deutscher Touring Yacht Club (DTYC) seid ihr zweimal hintereinander Deutsche Meister geworden. Ihr geltet als Über-Mannschaft der Saison 2016. Beschreibe doch mal kurz das Gefühl, dass man hat, wenn man einen Sieg einfährt.

Julian: Ein Sieg ist in dem qualitativ hochwertigen Feld der Segel-Bundesliga immer wieder etwas Besonderes. Die Konkurrenz ist sehr stark und da ist man jedes Mal aufs Neue sehr happy, wenn man einen Sieg erringt!

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Du arbeitest neben Deinem Studium auch noch im Einzelhandel im Gaastra Store in der Hafen City. Wie bekommst Du das zeitlich alles unter einen Hut?

Julian: Anke unterstützt mich da natürlich, indem sie mir in den Zeiten, in denen viel los ist, etwas mehr frei gibt. Ansonsten versuche ich mich im Store so viel wie möglich einzubringen.

Welche ehrgeizigen Ziele hast Du Dir für 2017 gesteckt?

Julian: In der Segel-Bundesliga möchte ich wieder voll angreifen. Unser Trainer hat schon das Ziel für die nächste Saison gesteckt, aber wir Segler denken nur von Event zu Event. Eine Titelverteidigung steht nicht unbedingt auf dem Zettel. Dann möchte ich mit meinen Freunden der Farr30 'H.E.A.T' nach Amerika reisen, um unseren Weltmeistertitel der aktuellen Saison zu verteidigen. Jedoch suchen wir noch Sponsoren, um die Reise stemmen zu können. Und ich denke ein paar andere, kleinere Projekte werden auch noch dazu kommen.

  Das Interview führte Sarah Schlifter.


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